Die Seniorenunion Ulm-Alb-Donau hatte gemeinsam mit dem CDU-Stadtverband Erbach zu einem Dämmerschoppen am 06.05.26 ins Gasthaus Hirsch nach Ersingen eingeladen.
Rund 30 Gäste folgten der Einladung und diskutierten gemeinsam mit Heinz Seiffert, Landrat a.D. und Bundestagsabgeordnetem a.D., in lockerer Atmosphäre über aktuelle politische Themen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.
Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Erbach, Thomas Hartmann, begrüßte die Anwesenden und betonte, dass ihn die politischen Entwicklungen in Berlin und Baden-Württemberg ebenso beschäftigen wie die Themen vor Ort in den Städten und Gemeinden. Wichtig sei ihm, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und unterschiedliche Sichtweisen offen zu diskutieren. Demokratie lebe vom Austausch, von Information und davon, dass sich die Bürgerinnen und Bürger eine eigene Meinung bilden und verantwortungsvoll demokratisch CDU wählen.
Besonders wichtig sei dabei auch der direkte Kontakt zu den Menschen vor Ort – etwa bei Betriebsbesichtigungen, Gesprächen an Arbeitsplätzen, in Schulen, Vereinen oder im persönlichen Austausch im Alltag. Politik müsse nah bei den Menschen sein und gemeinsam mit ihnen gestaltet werden.
Heinz Seiffert, seit Herbst vergangenen Jahres Vorsitzender der CDU-Seniorenunion Ulm-Alb-Donau, unterstrich in seinem Beitrag die Bedeutung eines offenen politischen Dialogs und äußerte zugleich seine Sorge um die Entwicklung unserer demokratischen Kultur. Ziel der Seniorenunion im Alb-Donau-Kreis sei es, aktuelle politische Themen aufzugreifen, sachlich zu informieren und zugleich Raum für eine kritische, aber konstruktive Diskussion zu schaffen. Das Format des Dämmerschoppens habe sich hierfür bereits bei früheren Veranstaltungen – etwa in Langenau – als ausgesprochen geeignet erwiesen.
Zu Beginn des Abends gab Heinz Seiffert einen kompakten Überblick über die derzeitigen politischen Entwicklungen in Berlin sowie in Baden-Württemberg. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Deutschland vor großen finanziellen und gesellschaftlichen Herausforderungen steht und notwendige Reformen – etwa in den Bereichen Soziales, Rente und Steuern – nicht ohne spürbare Einschnitte umzusetzen sein werden. Dass solche Maßnahmen in Teilen der Bevölkerung auf Skepsis stoßen und sich dies auch in den aktuellen Umfragewerten der Bundesregierung widerspiegelt, wurde offen angesprochen.
Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass bereits erste politische Vorhaben erfolgreich angestoßen beziehungsweise umgesetzt wurden – unter anderem bei der Reform des Bürgergeldes, der Stärkung der Bundeswehr sowie insbesondere in der Migrationspolitik. Diese Entwicklungen fänden in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch oftmals zu wenig Beachtung.
Auch die Landespolitik in Baden-Württemberg war Gegenstand der Diskussion. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die CDU in den politischen Verhandlungen überzeugend aufgetreten sei und nun die Erwartung bestehe, dass sich künftig wieder deutlicher eine „schwarze Handschrift“ in der Landespolitik erkennen lasse.
Fazit des Abends war, dass eine demokratische Partei auch kritische Stimmen aushalten müsse. Gleichzeitig müsse sie ihre politischen Positionen klar vertreten und nachvollziehbar erklären – auch dann, wenn diese nicht immer bequem oder populär seien.
Die CDU-Seniorenunion im Alb-Donau-Kreis möchte auch künftig aufmerksam und engagiert politische Entwicklungen begleiten und mit Veranstaltungen, Vorträgen und Diskussionsformaten dazu beitragen, das Interesse an demokratischer Politik zu stärken und Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen.
CDU-Stadtverband Erbach
Thomas Hartmann
Vorsitzender
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